Lebensströme

On 7. Januar 2009 by Sebastian

Eines der großen Dinge in 2009 werden glaub ich die sog. Livestreams. Diese sollen quasi als Monitor für alle Aktivitäten, die man online veröffentlicht, dienen. So ist Twitter, eigentlich auch eher als Lebensmonitor geplant, schon recht erfolgreich und auch Friendfeed wird lt. Read Write Web vermutlich noch wachsen. Ebenfalls glaube ich an einen Dienst wie Kakuteru, der versucht alles das was in einem Feed darstellbar ist, in einem Mashup darzustellen.

Allerdings für wen sind solche Dienste denn was? Stand heute nur für Netzverrückte. Ich würde mich über mehr Startups freuen, die die übrige Bevölkerung ansprechen. Also Menschen, die nicht so onlineaffin sind. Ich hab mir auf die Fahne geschrieben, die übrige Bevölkerung näher ans Netz zu holen aber auch mit Größenwahn wird es ohne Nutzenversprechen eher schwierig.

Aber auch für Netzverrückte funktioniert das nur, wenn es nur einen Dienst bzw. einige wenige gibt die den Livestream darstellen. Einen allein darf es allerdings auch nicht geben, weil eine Monopolposition die Entwicklung bremst. Ein gutes Beispiel ist der Versuch von Microsoft Live. Da Microsoft seinen nun gedanklichen Big-Brother-Award mit Google teilen oder ggf. sogar ganz übergeben muss, gibt es eigentlich keinen Grund mehr diese Suchmaschine nicht auch einmal auszuprobieren.

Also belebt Konkurrenz das Geschäft. Allerdings erschwert sie durch Vorhandensein auch die Entscheidung unbedarfter Nutzer. Somit macht ein solcher Dienst keinen Sinn, wenn die Leute, für die ich mich interessiere, auf 20 Livestreamingdiensten verteilt sind.

Auch hier können uns die neuen Vernetzungstechniken, welche über die API´s bereits die sozialen Netzwerke verbinden, helfen. Also man meldet sich nur bei einem Livestreamanbieter an und der verteilt nach Genehmigung an alle anderen. Natürlich müssen diese sich dann noch irgendwie unterscheiden, was man glaub ich mit Design und diversen Zusatzdiensten erreichen kann.