Gänsehaut-Video 13.500 Menschen singen Hey Jude
Bei solchen Videos bekomme ich nach 2.27 Min Gänsehaut.
Nebenbei gesagt auch eine super virale Werbeaktion, an der man sich ein Beispiel nehmen kann und Nachfolger hiervon.
Die Tage hatte ich bereits eine Ankündigung gesehen und heute auf 1986 gefunden…
2,4 Millionen - Vorbereitung für die Bundestagswahl
Die jüngsten Entwicklungen in der Politik betreffen oftmals die Veränderungen der Gesetze die Telekommunikation betreffen. Das Zensieren des Internet, die Vorratsdatenspeicherung, das neue BKA-Gesetz und der Bundestrojaner sind die Themen die vermehrt in der Netzwelt diskutiert werden.
Alle Entwicklungen stellen aber Beschneidungen oder Überwachungsmaßnahmen dar. Diese werden meist durch die “Bekämpfung von Terror und Kinderpornographie” legitimiert. Speziell bei Fragen rund um die Netzwelt stellen “wir” netzaffinen Menschen natürlich eine Randgruppe dar, die allerdings als kollektives Bewußtsein zumindest mehr über das Internet weiß als die meisten Politiker.
Nun stellt sich die Frage, welche Entscheidung “wir” bezüglich der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf die kommende Bundestagswahl treffen. Leider gehen viele Menschen nicht wählen, weil Sie der Meinung sind, dass eine andere Partei ebenfalls ähnliche Gedankengänge hat und sich somit eh nichts ändert oder sie evtl. auch zufrieden mit der Gesetzeslage sind.
82 Millionen Menschen leben in Deutschland. Davon sind ca. 60 Millionen über 18 Jahre und wahlberechtigt und weitere 48 Millionen werden davon vermutlich wählen gehen. Nun, wieviele davon sind “netzaffin” genug um die Veränderungen der Politik verbeurteilen zu können. Also wieviele sind “wir”? Laut der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung, kurz AGOF, haben sich 7,8% der befragten Menschen in einer Studio für Weblog/Blogs interessiert bzw. haben diese genutzt. Das entspräche demnach 3,25 Millionen Menschen.
An diesen knapp 3 Millionen Menschen halte ich mich nun fest und blende absichtlich andere Internetinteressen aus. Obwohl sicherlich auch viele Menschen, die keine Blogleser sind, diese Gesetzesänderungen ablehnen. Der Grund, dass ich mich nun nur auf Blogleser beziehe ist darin begründet, dass diese oftmals eine andere Sichtweise auf die aktuellen politischen Ereignisse haben und in Mehrzahl sicherlich gegen diese Entwicklungen sind. Nun bin ich vor ein paar Tagen auf die sog. Piratenpartei gestoßen und habe diese, beinahe selbstverständlich, nicht ernst genommen. Allerdings hat diese “Partei” bereits ihr Ziel, zur Europawahl zugelassen zu werden erreicht, was mich neugierig gemacht hat.
Deren Ziel ist zunächst zur Bundestagswahl überhaupt zugelassen zu werden und desweiteren im Parteiprogramm einfach formuliert:
- 1 Präambel
- 2 Urheberrecht und nicht-kommerzielle V ervielfältigung
- 3 Privatsphäre und Datenschutz
- 4 Patentwesen
- 5 Transparenz des Staatswesens
- 6 Open Access
- 7 Infrastrukturmonopole
Mehr oder weniger also Dinge, die die Netzwelt bewegen. Für mich stellt sich eine Frage: Was wäre, wenn eine solche Partei die 5%-Hürde durch die abgegebenen Zweitstimmen erreichen würde und dann im Bundestag vertreten wäre? Um also eine solche Partei in den Bundestag zu bekommen müssten 5% der 48 Millionen Menschen, also 2,4 Millionen Menschen die Piratenpartei wählen. Auf jeden Fall würde es aber reichen wenn jeder Blogleser die Piratenpartei wählen würde. Nun, ich mache mir derzeit keine Illusionen darüber, dass eine solch neue Partei Deutschland besser regieren könnte als die derzeitige, allerdings würde diese Tatsache vermutlich etwas im Parteitag ändern und die Rechte der Netzwelt mit einbeziehen und was noch wichtiger ist, ggf. die Regierungen für fehlerhafte Sichtweisen sensibilisieren.
Dieser Artikel soll aber keine Wahlbeeinflussung betreiben, sondern Aufmerksamkeit schärfen. Beschäftigt euch mit anderen Parteien, lest die Wahlprogramme und denkt daran das JEDE STIMME ZÄHLT, egal ob man sich für Piraten oder eine der anderen Parteien entscheidet.
Das wir viele sind zeigt sich im Übrigen an der Aktion der Kollegen von Spreeblick, welche hier sehr schon visualisiert wurde…
Von Laien regiert - Protest gegen Internetsperren from Michael Schieben on Vimeo.
Von Laien regiert
Hier nur der kurz prägnante Hinweis auf den Streik von Spreeblick:
Ihr könnt euch durch einen Klick auf eine Karte als “Demonstrant” anmelden und “mitstreiken”.
Ein ♥ für Blogs
Die Vernetzung von Blogs hat laut dem Stylespion in letzter Zeit etwas abgenommen. Nun, ich war hier auch etwas faul in letzter Zeit und bin dankbar über den Weckruf.
Hintergrund Aktion ist also die Verlinkungen stärker in den Vordergrund zu stellen um unseren Lesern eine größere Leserschaft zur Verfügung zu stellen.
Es gibt sehr viele lesenswerte Blogs da draußen. Problematisch ist kleinere Blogs, wie meines eins ist, bekannter zu machen. Habt ihr einen Blog den ich mir angucken sollte? Dann bin ich immer über eine Email an: info[at]netzartig.org dankbar und kann mir vorstellen hieraus eine Serie zu machen.
Das sind die Blogs, außer den TOP5, die mir sofort in meinem Feedreader auffallen und soll für den Anfang reichen.
- http://blogger-world.de/
- http://praegnanz.de/weblog
- http://www.mobile-zeitgeist.com
- http://stetix.de
- http://www.selbstaendig-im-netz.de
- http://www.moneytoaster.de
- http://www.blog.datenwachschutz.de
- http://blogwiese.de/blog
- http://netzpolitik.org
- http://www.tweetnews.de
- http://www.googlewatchblog.de
- http://sprechblase.wordpress.com
Gerade noch starke Probleme mit den Trackbacks… Aber das müßten jetzt alle sein… Weiter gehts nach dem Klick..
Google vs Musikindustrie
Google hat viele versteckte Features. Die “benutzerdefinierte Suche” kannte ich noch nicht, bis ich heute davon gelesen habe. Jeder kann seine “eigene Suche” bauen und somit die Auswahl der Suchergebnisse beeinflussen.
Vor ein paar Tagen habe ich darüber berichtet, dass die Betreiber von http://www.thepiratebay.org vor Gericht gestanden haben und zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe verurteilt worden sind. Nun stellen die Betreiber aber lediglich ein Verzeichnis zur Verfügung, welches die sog. Torrents darstellt.
Nun hat es jemand geschafft mit der benutzerdefinierten Suche von Google eine Suchmaschine für Torrents zu veröffentlichen. Auch wenn Google hier ja nur auf die eigentlichen Tracker verweist ist fraglich wie das Urteil über die Piraten auch solche Funktionalitäten veeinflusst.
Botanicalls - Twitternde Pflanzen
Nein, jetzt geht es mal nicht um Twitter. Jedenfalls nicht direkt. Um hier den Einstieg zu finden muss ich sagen, dass ich jede Pflanze verstehen könnte die sich weigert bei mir zu wohnen. Ja, man könnte sagen, ich habe alles - nur keinen grünen Daumen.
Nun habe ich etwas gefunden, was das Leben meiner Pflanzen verlängern könnte und durchaus ein wenig Technik und Internetleidenschaft mit sich bringt. Twitternder Pflanzen…
Die Idee, dass meine Haushaltsgeräte und Pflanzen eine Email, SMS oder Tweet schicken erscheint mir sinnvoll. Die Waschmaschine ist fertig und das Handy piept.
Nostalgie-Beatboxflöter
Mal ehrlich, ist es gut das es Youtube gibt. Und auch wenn ich eigentlich keine Youtube-Videos auf dem Blog veröffentlichen wollte, werde ich damit wohl nun öfter brechen. Ich denke auf einem Blog rund um Netztrends kann durchaus auch mal ein nettes Video veröffentlicht werden. Schliesslich hat es Blogpapst Robert B. früher auch nicht anders gemacht.
Wem wird nun außer mir noch ganz warm vor lauter Kindheitserinnerungen?
Nachtrag… und das ganze nochmal vom Laserdrucker…
lazzor music! from hypatia on Vimeo.
Amazon S3 - Backup in die Wolke
Ich möchte meine Daten überall verfügbar haben und dabei aber Risiken wie einen Festplatten-crash oder ähnliches umgehen. Also arbeite ich nun schon seit einem Jahr in eine Wolke… oder besser gesagt eigentlich in die “Wolke”.
Die Wolke ist das Synonym für die Auslagerung von Diensten und Daten in das Internet bzw. auf die Server der verschiedenen Firmen die hinter dem Internet stecken, auch Cloudcomputing genannt. In kleiner Form kann sowas auch helfen die privaten Daten zu sichern. Das Thema ist also das “Backup” meiner wichtigsten Daten.
Fotos, gekaufte Musik, wichtige Videos und Dokumente werden derzeit von mir in Amazons Wolke geschickt. Amazon, und ja ich meine die Firma die auch Bücher verkauft, bietet auch einen Dienst namens S3 an. Hier können Daten nach Amazon gebackupt werden. Um diesen Dienst in Anspruch nehmen zu können muss man die Software Jungledisk für 20$ kaufen und diverse Transferkosten in Kauf nehmen.
Speicherung
- $0.180 pro 50 TB / pro Monat
- $0.170 pro GB – für weitere 50 TB / pro Monat
- $0.160 pro GB – für weitere 400 TB / pro Monat
- $0.150 pro GB – pro Monat über 500 TB
Datentrasfer
- $0.030 pro GB
Die Daten liegen verschlüsselt auf dem Amazonserver und ich komme an alle jederzeit von überall an meine Daten. Ich bezahle meistens knapp 1€ pro Monat für die Speicherung der Daten, was mir die Daten Wert sind.
Meine Daten sind somit nicht mehr Standort-gebunden. Sie liegen in einer “Wolke” von Servern. Natürlich muss man ein gewisses Grundvertrauen zu dem genutzten Dienst haben. Allerdings habe ich mir angewöhnt nicht mehr alles in Frage zu stellen.
Die Piraten sollen über die Planke
Wie Heise.de heute meldete, sind die sind die Betreiber der Website www.thepiratebay.org heute zu einem Jahr Haft und 2,75 Millionen Euro verurteilt worden.
Thepiratebay.org ist ein Verzeichnis, welches sog. “Torrent“-Dateien auflistet. Mit Bittorrent einem Programm welches das verteilen und tauschen von Dateien ermöglicht werden dann diese “Torrents” angeklickt und schon startet ein Download. Das allein ist auch nicht illegal, allerdings wird Bittorrent auch sehr viel zum tauschen von urheberrechtlich geschütztem Material benutzt, was für die Medienindustrie natürlich einen Verlust darstellt. Das dieses verteilen dieses Materials also illegal ist steht außer Frage.
Bei diesem Prozess sind allerdings nicht diejenigen angeklagt, die diese Dateien online stellen, sondern diejenigen die die Website programmiert haben, welches das Verzeichnis darstellt. Wer also hier einen solchen torrent veröffentlicht kann eine legale, sowie auch illegale Inhalte, zum Tausch anbieten. Darauf, dass Sie dieses unmöglich prüfen können und hier auch keine illegalen Dateien auf ihren Servern gespeichert werden, berufen sich die Provider der Piratenbucht.
Dieses Urteil, welches in Schweden ausgesprochen worden ist, könnte auch diverse Verhandlungen in Deutschland nach sich ziehen. Auch Forenbetreiber können sich derzeit auf die Unprüfbarkeit der Links berufen. Sollte einmal so ein Urteil stand haben könnten auch Forenbesitzer in Zukunft verklagt werden können.
Hadopi, Zensur und allgemeines Netzsterben
Das Internet ist ein “freies Medium”! Gemeint ist aber nicht, dass es kostenlos ist, sondern dass es sich frei entfalten kann. Seit 1995 bewege ich mich nun schon im Internet und seit dem ist der Boom kaum aufzuhalten. Wir haben uns an die Freiheit im Internet gewöhnt und an die Geschwindigkeit, mit der neue Möglichkeiten das Internet voran bringen.
Problematisch ist im Moment der Trend, den Regierungen scheinbar anstreben, das Internet zu kontrollieren oder zumindest zu reglementieren. Derzeit sind die Internetnutzer in Deutschland ebenfalls davon betroffen. Zum einen haben wir die Vorratsdatenspeicherung, die Sperrung von Internetseiten und den sog. Bundestrojaner.
Als Vorwand, warum so etwas stehts eingeführt werden muss werden meist Gründe vorgeschoben, welche kein gesunder Mensch ignorieren würde. Es geht in der Regel entweder um Kinderpornographie oder Terrorismus.
Um verstehen zu können, dass das eigentlich nicht viel mit einander zu tun hat, bedarf es leider etwas technischem Verständnis und Mut die Wahrheit zu sagen, obwohl diese keiner hören will.
Bundestrojaner: “Ist für die Verfolgung von Terroristen gedacht”, sagte Herr Schäuble schon des öfteren. Justizministerin Brigitte Zypries hat nun aber vor ein paar Wochen aber schon nicht mehr ausgeschlossen, diesen auch für die “normale Strafverfolgung” zu nutzen. Der Bundestrojaner setzt vorraus, dass Terroristen keine Ahnung von Anonymisierung und Verschlüsselung haben. Da ich beides bereits schon eingesetzt habe, und man davon ausgehen kann, dass Terroristen mindestens die selben Mittel zu Verfügung haben wie ich, halte ich diese Maßnahme schlichtweg für Quatsch. Viel mehr wird es Menschen “erwischen” welche sich nicht dem Bundestrojaner entziehen können und unbeabsichtigt urheberrechtlich geschütztes Material auf der Festplatte sammeln.
Sperrung von Kinderpornographie: …hört sich zunächst gut an. Allerdings werden nicht die Server, also Computer auf denen sich das “Material” befindet, beschlagnahmt, sondern lediglich die Domain, also die www.-Adresse. Diese Sperrung, kann man mit simplen Tools einfach umgehen und braucht dafür max. 5 Min. Die “Sperrung” ansich bringt also nicht viel… Warum geht man nicht an Quelle, also den Serverbetreiber und den der den Serverplatz bezahlt hat?
Vorratsdatenspeicherung: Hier werden Transferdaten gesammelt. Also wer surft wohin und welche Telefonnummer telefoniert mit welcher Telefonnummer? Leider reicht das schon aus, um einen Verdachtsmoment auszulösen, wenn mein Kontakt ebenfalls Kontakt zu Kriminellen hat. In wie fern sind meine Daten, welche Internetseiten ich ansurfe, relevante Daten zu Strafverfolgung? Richtig… sind Sie nicht… jedenfalls nicht, wenn man mich nicht eines konkreten Verbrechens beschuldigt. Alles andere bezeichne ich als Generalverdacht und der ist in Deutschland eigentlich nicht zulässig.
Für alle diejenigen, die jetzt sagen: “Ist mir egal, ich habe ja nichts zu verbergen”, sei gesagt, dass es schon diverse Auswertungen und darauf folgende Hausdurchsuchungen bei Journalisten und Anwälten gegeben hat, die auch “nichts zu verbergen hatten” und dennoch nun gesellschaftlich gemieden werden.
Einen Schritt weiter geht die französische Nationalversammlung welche ein neues Netzsperrengesetzes HADOPI verabschiedet hat. Wer nun in Frankreich Urheberrechtsverletzungen begeht dem wird nach zweimaliger Warnung der Internet-Anschluss gekappt werden. Ebenfalls wurde nun versucht, die “Three Strikes Out” in der ganzen EU durchzudrücken, was letztenendes dann auch Deutschland betrifft.
Ich finde es vollkommen in Ordung wenn Urheberechtsverletzungen verfolgt werden. Allerdings halte ich die Sperrung des Anschlusses doch für stark übertrieben, derweil ich viele Menschen in meinem Umfeld kenne die nicht mal ihr WLan verschlüsselt haben und somit den Dieben der geschützten Inhalte unbewusst Zugang zu Ihrem Internetanschluss gewähren.

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